16.01.2026 | re:discover - art karlsruhe 2026 | 20 Entdeckungen

Das Förderprogramm re:discover rückt Künstlerinnen und Künstler in den Fokus, deren Schaffen von der Öffentlichkeit lange unbemerkt blieb und neue Aufmerksamkeit verdient. Die art karlsruhe 2026 präsentiert das einzigartige Projekt und stellt 20 außergewöhnliche künstlerische Positionen vor.

re:discover auf der art KARLSRUHE wird mit Unterstützung des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) realisiert. 2024 ins Leben gerufen wird das Förderprogramm 2026 mit 20 künstlerischen Positionen zum dritten Mal in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Deutscher Galerien und Kunsthändler e.V. (BVDG) präsentiert.

Gezeigt werden Arbeiten bisher zu wenig gewürdigter oder in Vergessenheit geratener Künstlerinnen und Künstler. Mit re:discover erhalten sie die Möglichkeit, ihre Werke in einer Einzelausstellung auf dem Kunstmarkt zu präsentieren, Kontakte wieder oder neu zu knüpfen - zu Vertreter:innen öffentlicher Institutionen und zu Sammlerinnen und Sammlern. Zugleich wird der Weg für hochaktuelle Debatten geebnet: Welche Relevanz hat unser kulturelles Erbe? Wie wird Kunst gesehen, erinnert und weitergetragen? Warum fallen manche künstlerischen Positionen trotz hoher Qualität durch das Raster öffentlicher Wahrnehmung und Wertschätzung?

Für Galerien ist das Programm eine Anerkennung ihres langfristigen privatwirtschaftlichen Engagements für ihre Künstlerinnen und Künstler. Sie alle setzen damit in Zeiten weltpolitischer Disruption und Verunsicherung ein positives Zeichen der Verantwortung.

Insgesamt 20 Künstlerinnen und Künstler wurden von einer Fachjury aus den Galerie-Bewerbungen der art KARLSRUHE 2026 für re:discover ausgewählt. Wir danken an dieser Stelle unseren Juror:innen sehr herzlich für ihr Engagement: Elke Gruhn, Kunstwissenschaftlerin, Kuratorin und Moderatorin, ehem. Direktorin des Nassauischen Kunstvereins Wiesbaden; Christiane Meixner, Kunstmarktjournalistin, Redakteurin bei dem Tagesspiegel und der WELTKUNST; Brigitte Werneburg, freie Journalistin und Autorin, ehemalige Ressortleiterin Kultur, Filmredakteurin und langjährige Kunstredakteurin der taz; Dr. Jörg Restorff, Kunsthistoriker und Journalist; Redakteur der Zeitschrift kultur.west und der Online-Plattform KulturKenner Nordrhein-Westfalen, freiberuflich tätig für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften und Frank Michael Zeidler, Künstler, erfahrener Juror und engagiertes Mitglied in diversen Kunstgremien (Stiftung Kunstfonds, VG Bild-Kunst etc.) sowie Autor eines Buches über Künstlernachlässe (Das verlorene Bild).

 

re:discover auf der art karlsruhe 2026

Bettina von Arnim

Galerie Poll

Halle 2 - H2/D16

Detel Aurand

galerie claeys

Halle 2 - H2/E26

Frank Badur

Galerie Sturm & Schober/ Galerie Sturm

Halle 2 - H2/H05

Horst Becking

Galerie Bengelsträter

Halle 1 - H1/B32

Yvonne Behnke

SIGHT Galerie und Kunstberatung

Halle 4 - H4/P05

Helmut Brade

Galerie Erik Bausmann

Halle 1 - H1/C21

Oliver Braig

Augsburg contemporary

Halle 4 - H4/M02

Johannes Brus

Galerie Judith Andreae

Halle 2 - H2/D06

Kevin Clarke

Galerie Leander Rubrecht

Halle 4 - H4/M05

Knopp Ferro

Galerie Mario Mauroner Contemporary Art

Halle 1 - H1/A06

Eri Hahn

ARP Galerie

Halle 4 - H4/L13

Illa Hammerbacher-Klaukien

Schacher – Raum für Kunst

Halle 4 - H4/R09

Mariusz Kruk

MOLSKI gallery

Halle 2 - H2/D09

Vera Mercer

Galerie Schlichtenmaier

Halle 1 - H1/B13

Tomomi Miura

Ginza Gallery G2

Halle 4 - H4/L01

albertrichard Pfrieger

Galerie Heike Schumacher

Halle 1 - H1/C16

Marina Schreiber

Galerie Sandau

Halle 2 - H2/G23

Zuzanna Skiba

Galerie Anna25

Halle 4 - H4/L02

Heinz Thielen

Galerie Reinhold Maas

Halle 2 - H2/G04

Wainer Vaccari

Galerie Alessandro Casciaro

Halle 1 - H1/B27

Das Förderprogramm re:discover leistet auch einen Beitrag zur Debatte rund um die Themen künstlerisches Erbe der Zukunft, Umgang mit künstlerischen Nachlässen und Alterswerk sowie über die Mechanismen des Kunstmarkts. Die Geschichten dieser Kunstwerke komplettieren den Diskurs über nachhaltige Kulturarbeit, künstlerische Nachlässe und die Bedeutung der Galerien für das kulturelle Gedächtnis.

Der enge Austausch mit dem 2010 gegründeten „Künstlerarchiv der Stiftung Kunstfonds“ ist daher ein wichtiger Aspekt des Programms. Das Forschungs-Archiv mit Modellcharakter setzt auf Behutsamkeit im Umgang mit ausgewählten künstlerischen Vor- und Nachlässen. Auf der diesjährigen art karlsruhe ist die Stiftung Kunstfonds abermals mit einem Infostand vertreten. Neben allgemeinen Informationen über den Kunstfonds bietet der Stand in Halle 3 – H3/10 auch Einblick in die Aufgaben und Aktivitäten des Archivs, das sich in einer ehemaligen Klosteranlage in Brauweiler (NRW) befindet.

 

Die Realisierung von re:discover auf der art karlsruhe erfolgt mit Unterstützung des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM):

Marina Schreiber, MS1506, 2024 | Courtesy Galerie Sandau Kevin Clarke, L-Michael Weeks, Cape Canaverel, Florida, 1983 | © Kevin Clarke Heinz Thielen, Großformat I, 2025 | Courtesy Galerie Reinhold Maas