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| 05.12.2006 |
Tomma Abts erhält den Turner-Preis 2006 |
Der Turner-Preis 2006 ist gestern Abend in London an die deutsche Malerin Tomma Abts verliehen worden. Im Namen der fünfköpfigen Jury um Sir Nicholas Serota, Leiter des Tate Museums, überreichte Yoko Ono den mit umgerechnet 37.000 Euro dotierten Preis. Nach Wolfgang Tillmans (2000) ist Tomma Abts die zweite Deutsche, die die seit 1984 vergebene Auszeichnung erhält. Abts (Jg. 1967) wurde in Kiel geboren und lebt seit 12 Jahren in London.
Tomma Abts Malerei ist streng abstrakt und geht von linearen Strukturen aus, die in vielen übereinander liegenden Malschichten bisweilen reliefartig aus dem Malgrund hervorzutreten scheinen. Laut Abts sind die fertigen Arbeiten „Konzentrate der vielen darunter liegenden Bilder“. Die autonome Wirkung ihrer Werke wird durch die Beschränkung auf identische kleine Bildformate (48 cm x 38 cm) bestärkt. Abts vergibt ihren Arbeiten ferner nordisch klingende Titel, die den Klang der Bildkompositionen phonetisch spiegeln.
Der Turner-Preis gilt als einer der wichtigsten und zugleich kontroversesten Preise für zeitgenössische Kunst in Europa. Die Auszeichnung soll die öffentliche Diskussion über neue Entwicklungen in der britischen Gegenwartskunst befördern. Zu den früheren Preisträgern gehören Gilbert & George, Anish Kapoor, Rachel Whiteread, Damien Hirst und Martin Creed. Mit der Auszeichnung verbunden ist eine Ausstellung mit Arbeiten Abts und der weiteren drei Finalisten, die bis zum 14. Januar 2007 in der Tate Britain zu sehen ist.
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www.tate.org.uk/britain/turnerprize/2006 |
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