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| 22.09.2006 |
Stuttgarter Galerien schlagen „art alarm“ |
An diesem Wochenende laden 23 Stuttgarter Galerien zum Saisonstart 2006/07 ein. Bereits zum siebten Mal finden die gemeinsamen Ausstellungseröffnungen der Initiative Stuttgarter Galerien e.V. unter dem Namen „art alarm“ statt. Die teilnehmenden Galerien konzentrieren sich auf hochkarätige Einzelpositionen der Gegenwartskunst.
„Implants“ nennt Magdalena Jetelová ihre neuen Arbeiten, die bei der Galerie Angelika Harthan zu sehen sind. Sie bestehen aus Platten aus unterschiedlichen Materialien, in denen digitale Reliefs eingezeichnet sind: Virtuelle Architekturschnitte und Raumskulpturen durchdringen sich und bilden dadurch ein spannungsgeladenes geometrisches und konstruktives Bewegungsgeflecht. Die Galerie manus presse Klaus Gerrit Friese zeigt in „Schein Bildung“ neue Gemälde und Tuschezeichnungen von Simon Pasieka. Mit seinen traumwandlerisch anmutenden Jugendlichen, die er in surreale Landschaften platziert, gelingt es Pasieka erneut, rätselhafte Bilderwelten voller Poesie zu schaffen. Eine der renommiertesten deutschen Medienkünstlerinnen präsentiert die Brigitte March Galerie: Ulrike Rosenbach. Zu sehen sind nicht nur die Videoskulptur „OR-PHELIA“ von 1987, sondern auch Videoinstallationen und Fotoarbeiten.
Zu den wenigen Stuttgarter Galerien, die sich der Klassischen Moderne sowie der Kunst nach 1945 verschrieben haben, gehört die Galerie Schlichtenmaier. In ihrer neuen Ausstellung mit dem Namen „Blühende Geometrie“ lassen sie den Maler Rolf-Gunter Dienst (geb. 1942) und den Stahlbildhauer Erich Hauser (1930-2004) aufeinander treffen. Die Gegenüberstellung zeigt überraschende Parallelen zwischen den beiden vermeintlich abstrakten Künstlern. Anlässlich seines 70. Geburtstages hat die Edith Wahlandt Galerie eine Werkschau von Klaus Heider zusammengestellt. Mit Arbeiten aus vier Jahrzehnten, von 1965 bis 2006, wird die gesamte Bandbreite seines Schaffens deutlich. Seit den 80er Jahren ist Heider vor allem als Lichtkünstler bekannt. Ebenfalls in Form einer Retrospektive widmet sich die Galerie Mueller-Roth dem Werk des mit 24 Jahren verstorbenen Peter Roehr (1942-1968). Seine seriellen Montagen industriell gefertigter Materialien lassen ihn als frühen Vertreter von Pop Art, Minimal- und Appropriation Art erscheinen.
Am Samstag, den 23. September haben die beteiligten Stuttgarter Galerien von 11 – 20 Uhr geöffnet, am Sonntag, den 24. September von 11 – 18 Uhr. Fachkundige Führungen werden von den erfahrenen Kunstvermittlern Sabine Krebber und Bernd Michael Schmid angeboten. An beiden Tagen steht ab 13 Uhr ein kostenloser Taxi Shuttle-Service zur Verfügung.
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www.art-alarm.de |
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