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| 30.06.2006 |
Marc Chagall und Stephan Balkenhol in Baden-Baden |
Zwei Retrospektiven zu Marc Chagall und Stephan Balkenhol locken den Kunstinteressierten in den Sommermonaten nach Baden-Baden. Das Museum Frieder Burda zeigt ab Freitag, den 7. Juli 2006 hundert Hauptwerke Marc Chagalls, eine Woche später, am 14. Juli, wird in der benachbarten Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden eine umfassende Werkschau mit Arbeiten des deutschen Bildhauers Stephan Balkenhol eröffnet.
Marc Chagall gilt als einer der Hauptrepräsentanten eines poetischen Realismus, dessen magische Welt voller Fabelgestalten, Gaukler und Liebenden ihn zu einem der beliebtesten und am meisten reproduzierten Künstler des 20. Jahrhunderts gemacht hat. Die Schau präsentiert einen Querschnitt aus seiner gesamten Schaffenszeit und vereinigt seltene Leihgaben aus russischen und französischen Museen. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht ein achtteiliges Ensemble aus großformatigen Bildtafeln, das 1920 für das „Jüdische Theater“ in Moskau geschaffen wurde. Die Ausstellung „Chagall. In neuem Licht“ ist bis zum 29. Oktober 2006 zu sehen.
Einen bildhauerischen Kontrapunkt zu Chagall setzen die figürlichen Holzskulpturen Stephan Balkenhols. Auch Balkenhols Motivwahl dreht sich in erster Linie um Menschen und Tiere. Diese erscheinen bei ihm allerdings in einem für den Betrachter ambivalenten Zustand zwischen Zugewandtheit und Entrücktsein. Neben den für Balkenhol typischen aus dem Baumstamm gehauenen und bemalten Figuren sind in der Baden-Badener Kunsthalle auch Reliefs, Zeichnungen und Fotografien zu sehen. Nach Ende der Ausstellung am 17. September wandert die Werkschau bis zum 3. Dezember in das Museum Küppersmühle nach Duisburg weiter.
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 Wolf Vostell, Helmut Rywelski und Joseph Beuys begehren Zugang zum Kunstmarkt Köln 1970. Foto: © Wolf P. Prange
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