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02.05.2006

Erhard Klein beendet Galerietätigkeit

Nach über 35 Jahren verabschiedet sich Erhard Klein aus dem Kunsthandel und schließt seine Ausstellungsräume zum 30. Juni 2006. In der letzten Ausstellung, die am Sonntag, den 7. Mai eröffnet wird, präsentiert Klein neue Gouachen und Fotoarbeiten des Kölner Künstlers Jürgen Klauke. Erhard Klein (67) hat sich mit einem besonderen Gespür für außergewöhnliche Einzelpositionen seit den frühen 1970er Jahren einen exzellenten Ruf als Galerist erworben.

Der ausgebildete Bibliothekar Klein eröffnete 1970 seine Galerie in Bonn. Bereits 1973 zeigte Klein in einer viel beachteten Ausstellung Multiples von Joseph Beuys. Die Liste der von ihm vertretenen Künstler – darunter Günther Förg, Martin Kippenberger, Imi Knoebel, Albert Oehlen, Sigmar Polke, Ulrich Rückriem oder Katharina Sieverding – liest sich wie ein who is who der deutschen Kunst der letzten drei Jahrzehnte. Mit vielen seiner Künstler ist Klein freundschaftlich verbunden, manch einem verhalf er zum internationalen Durchbruch.

Ein erster kleiner Rückzug aus dem Galerienbetrieb erfolgte 1994 mit dem Umzug nach Bad Münstlereifel-Mutscheid in der Eifel, wo Klein eine alte Seidenfabrik bezog. Dass der Rheinländer Klein es stets hervorragend verstand, Künstler und Käufer zusammenzubringen, kommt in der immer wieder an „seine“ Künstler gerichteten Bitte zum Ausdruck: „Mach et nisch zu teuer“. Mit Erhard Klein verliert die deutsche Galerienlandschaft einen ihrer prägenden Figuren. Sein langjähriger Mitarbeiter Christian Lethert wird im August 2006 eine eigene Galerie in Köln eröffnen.


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