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23.03.2006

Einmaliges Ausstellungsprojekt zum Thema Videokunst

Zeitgleich eröffnen am morgigen Freitag, den 24. März 2006, fünf deutsche Museen Ausstellungen zum Thema Videokunst und bieten erstmalig einen umfassenden Überblick über vier Jahrzehnte Videokunst in Deutschland. Beteiligt sind das K 21 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf, das Zentrum für Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe, die Kunsthalle Bremen, das Lenbachhaus München und das Museum der Bildenden Künste Leipzig. Die Ausstellungen sind Teil des von der Bundeskulturstiftung bereits 2003 initiierten Programms „40jahrevideokunst.de: Digitales Erbe“, das sich mit Fragen der Restaurierung, Archivierung und Veröffentlichung der deutschen Videokunst befasst. Medial passend eröffnet Kulturstaatsminister Bernd Neumann die Ausstellungen per Videoübertragung.

Chronologisch startet die Ausstellungsreihe in der Kunsthalle Bremen, wo unter dem Titel „die 60er“ die Anfänge der künstlerischen Auseinandersetzung mit elektronischen Bildern beleuchtet werden. Neben den ersten Environments der Video-Pioniere Nam June Paik und Wolf Vostell sind in Bremen Videoarbeiten unter anderem von Joseph Beuys, Otto Piene oder Gerry Schum zu sehen. Die Weiterentwicklung der Videoskulptur zur Rauminstallation im Laufe der 1980er Jahre lässt sich im Düsseldorfer K 21 verfolgen. Hier werden beispielsweise Arbeiten von Ingo Günther, Marcel Odenbach und Klaus vom Bruch präsentiert.

Eine Auswahl an zeitgenössischen Positionen zur Videokunst bietet das Lenbachhaus München. „Update.06“ führt vor, wie vielfältig unterschiedliche Filmtechniken in der Gegenwartskunst eingesetzt werden. In „Revision.ddr“ zeigt das Museum der Bildenden Künste Leipzig die Entstehung einer eigenständigen Kunstsprache in der DDR, die ausschließlich mit Schmalfilm arbeitet. Unter anderem werden Arbeiten von Jörg Herold, Via Lewandowsky oder Yana Milev präsentiert.

Die Problematik der Restaurierung und Konservierung früher Videobänder aus den 1960er und 1970er Jahren steht im Mittelpunkt der Ausstellung im ZKM in Karlsruhe. Neben authentischen Abspielgeräten der frühen 70er Jahre werden beispielhaft jeweils ursprüngliche und digital restaurierte Fassungen eines einzelnen Videos gezeigt. Alle fünf Ausstellungen sind bis zum 21. Mai 2006 zu sehen.

www.40jahrevideokunst.de


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