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13.03.2006

New Yorker Kunstmessen sehr erfolgreich für deutsche Galerien

An der International Fair of New Art, so der Untertitel der Armory Show, nehmen dieses Jahr 154 Galerien teil, darunter 14 Galerien aus Deutschland, die mit ihren Verkäufen bereits sehr zufrieden sind. Rund die Hälfte aller teilnehmenden Galerien kommt aus Europa, New Yorker Galerien machen ein Drittel der Gesamtaussteller aus. Aber auch auf den vier zeitgleich in New York stattfindenden Kunstmessen Pulse Art Fair, Scope Art Fair, DIVA und Los Angeles Art Fair trifft man ausnahmslos auf glückliche deutsche Galeristen.

Bereits am ersten Messetag der Armory Show konnten zahlreiche Verkäufe getätigt werden. Arndt & Partner aus Berlin gaben Arbeiten von Susan Turcot (26.000 US Dollar), Anton Henning (16.000 US Dollar) und Thomas Hirschhorn (37.000 Euro) ab. Gerd Harry Lybke von der Galerie Eigen + Art zeigte diesmal hauptsächlich Fotografie, war aber wie gewohnt mit Malerei sehr erfolgreich - z.B. mit Arbeiten von David Schnell, die für 54.000 US Dollar verkauft wurden. Die Hamburger Produzentengalerie stellte ein großes Bild von dem noch unbekannten deutschen Künstler Jonas Burgert vor. Die Arbeit des jungen Künstlers, der bisher nur auf Messen gezeigt wurde, konnte für 30.000 US Dollar nach New York verkauft werden. Ein Bild von Thomas Scheibitz ging für 36.000 Euro nach Miami. Insgesamt erwarten die Betreiber der Armory Show für dieses Jahr Verkäufe in Höhe von rund 50 Millionen US Dollar und annähernd 50.000 Besucher.

Die vier anderen New Yorker Kunstmessen brauchen einen Vergleich mit der Armory Show nicht zu scheuen. Besonders die Pulse Art Fair weist eine hohe Qualität auf. Hier nehmen neun Galerien aus Deutschland teil, die mit ihren Verkäufen bislang ebenfalls sehr zufrieden sind. An der auf digitale und Videokunst spezialisierten Kunstmesse DIVA nehmen vier deutsche Galerien teil. Einen großen Schreck mussten die 12 deutschen Teilnehmer der Scope Art Fair verarbeiten: Vor Messebeginn wurde das Gebäude wegen eines Feueralarms komplett geräumt. Doch der kurze Zeit später erfolgte Start, vor allem für die Galerien Binder (München), Conrads (Düsseldorf) und Hübner (Frankfurt), die schon zur Eröffnung sehr gut verkauften, machten die Aufregung wieder wett.

Alles in allem zeigen sich die fast 40 deutschen Galerien begeistert über das New Yorker Publikum, das als gebildet, intellektuell und kenntnisreich bezeichnet wird. Vor allem die große Spontaneität und Entschlusskraft bei den Verkäufen wird immer wieder positiv hervorgehoben. „Oft höre ich“, so berichtet Bernhard Wittenbrink, Vorsitzender des Bundesverbandes Deutscher Galerien, „dass wir davon mehr in Deutschland bräuchten. Dann müssten wir uns um die Kunst und die Förderung von junger Kunst keine Sorgen machen. Auch hier in New York bestätigt sich wieder: Kunstkauf ist die beste Kunstförderung.“


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