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| 28.02.2006 |
Willi-Sitte-Galerie wird in Merseburg eröffnet |
Pünktlich zu seinem 85. Geburtstag erhält der Maler und Grafiker Willi Sitte ein Geschenk der besonderen Art: eine eigene Galerie. Die heute mit einem Festakt eröffnete Willi-Sitte-Galerie in Merseburg wird 250 Gemälde und mehr als 1000 grafische Arbeiten aus dem Privatbesitz des Künstlers beherbergen. Finanziell getragen wird die Galerie von der Willi-Sitte-Stiftung für realistische Kunst.
Willi Sitte gilt als einer der bekanntesten Maler der früheren DDR. Spätestens seit der documenta 6 im Jahre 1977, als er zusammen mit den Malern der Leipziger Schule Bernhard Heisig, Wolfgang Mattheuer und Werner Tübke präsentiert wurde, ist Sitte in ganz Deutschland bekannt. Sitte lehrte von 1959 bis 1986 an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein bei Halle, wo er seit 1947 lebt.
Sittes aktive kulturpolitische Mitarbeit in der DDR wurde ihm von Kritikern vor allem nach der Wende vorgeworfen. So war der bekennende Kommunist Sitte von 1974 bis 1988 Präsident des Verbandes Bildender Künstler der DDR und saß zeitweilig in der Kulturkommission des Zentralkomitees der SED. Seine stets figürlichen Arbeiten kreisen immer wieder um die heroische Darstellung des Arbeiters oder um die anklagende Zurschaustellung des Nationalsozialismus. Daneben schuf Sitte aber auch zuweilen lebenspralle erotische Malereien.
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www.willi-sitte-galerie-merseburg.de |
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