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29.10.2007

Ileana Sonnabend ist tot

Ileana Sonnabend und Gerhard F. Reinz anlässlich der Verleihung des<br\> ART COLOGNE-Preises 1988. Foto: Koelnmesse
Ileana Sonnabend und Gerhard F. Reinz anlässlich der Verleihung des ART COLOGNE-Preises 1988. Foto: Koelnmesse

Die legendäre New Yorker Galeristin Ileana Sonnabend ist tot. Sie verstarb bereits am vergangenen Sonntag nach längerer Krankheit im Alter von 92 Jahren in New York. Ileana Sonnabend prägte entscheidend den internationalen Handel mit Gegenwartskunst von den 1960er bis in die 1980er Jahre.

Mit der Sonnabend Gallery und der Galerie Ileana Sonnabend betrieb sie in New York und Paris zwei Galerien. Diese fungierten gleichsam als Brückenköpfe für einen transatlantischen Künstleraustausch: So zeigte sie in den frühen 60er Jahren als erste Galerie in Europa die bis dahin unbekannten amerikanischen Pop Art Künstler Andy Warhol, Roy Lichtenstein, James Rosenquist und Claes Oldenburg. Daneben machte sie weitere, in den USA entwickelte Kunstströmungen wie den Abstrakten Expressionismus und Minimal Art auf dem alten Kontinent bekannt.

Im Gegenzug bot sie mit ihrer 1971 gegründeten Galerie in New York europäischen Avantgardekünstlern wie Gilbert & George, Vito Acconci, Jannis Kounellis und Mario Merz ein erstes Forum in den Vereinigten Staaten. Mit ihrem einzigartigen Spürsinn für neue Trends stellte sie in den 1980er Jahren die deutschen „Postexpressionisten“ A.R. Penck, Jörg Immendorff und Georg Baselitz aus und bahnte damit den Weg für deutsche Gegenwartskunst in den USA.

In Anerkennung ihrer singulären Leistungen auf dem Gebiet der Vermittlung der zeitgenössischen Kunst erhielt Ileana Sonnabend 1988 den ART COLOGNE-Preis. Gegenwärtig sind in der New Yorker Galerie Zeichnungen von Robert Morris aus den 1970er Jahren und neue Fotoarbeiten von Candida Höfer zu sehen - als letztes Vermächtnis einer Ausnahmegaleristin.


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