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| 05.04.2007 |
Gesamtschau der alten und der neuen Leipziger Schule |
Eine Überblicksausstellung mit dem Titel „made in Leipzig“ erlaubt erstmals in Deutschland einen genauen Vergleich zwischen den beiden Leipziger Malschulen: Ab Donnerstag, den 5. April bis zum 31. Oktober sind in Schloß Hartenfels in Torgau Arbeiten der alten und der neuen Leipziger Schule zu sehen. Hans-Werner Schmidt, Direktor des Museums der bildenden Künste Leipzig, hat für die Schau rund 70 Gemälde, Grafiken und Installationen von 29 Künstlerinnen und Künstlern zusammengetragen.
Die erste Leipziger Schule formierte sich ab 1960 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig (HGB) und wurde von Malern wie Wolfgang Mattheuer, Bernhard Heisig und Werner Tübke geprägt. Ihre figurative, realistische Malerei entstand im Spannungsfeld zwischen Gesellschaftskritik und den Beschränkungen der DDR-Diktatur. Den Werken dieser Vätergeneration werden Arbeiten der sog. „Neuen Leipziger Schule“ gegenübergestellt.
Die bis heute andauernde Erfolgsgeschichte der „Neuen Leipziger Schule“ begann vor rund vier Jahren, als die gegenständlichen Bilder von HGB-Absolventen wie Neo Rauch, Tim Eitel und Matthias Weischer immer höhere Preise auf dem internationalen Kunstmarkt erzielten. Charakteristisch für die Bilder der „Neuen Leipziger Schule“ ist eine träumerische, rätselhafte und bisweilen melancholische Grundstimmung.
Die meisten der Leihgaben für die aktuelle Ausstellung stammen aus dem Besitz des Wiener Sammlers Karlheinz Essl. Dieser hatte die Arbeiten in ähnlicher Konstellation bereits vor einem Jahr mit großem Erfolg im Essl Museum in Klosterneuburg bei Wien gezeigt.
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